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Mein 11. Buch aus der Reihe meiner “HEITEREN VERSE” trägt den Titel
“H E I T E R W E I T E R”
und ist soeben im ROMUH-Verlag erschienen.
Der Cartoonist “RABE” hat auch dieses Werk wieder mit seinen kleinen knollennasigen
Wichten versehen, die sich nach altbewährter Manier auch wieder durch dieses Buch menscheln...
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Aus diesem Buch präsentiere ich Ihnen folgende Leseproben:
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Brillensuche
Ein Mensch bemerkt in trauter Stille: Er hat verlegt die teure Brille und dass, egal wie er sich schindet,
dieselbe er im Haus nicht findet. Der Mensch kauft darum widerwillig sich ein Modell der Marke „Billig“, wohl hoffend, dass in dem Verlauf die teure taucht bald wieder auf.
Zu allem Pech und Übermaß verlor er auch das Billigglas, so dass der Mensch nach alter Sitte sich hierauf kauft nun eine dritte Sehhilfe für sein Augenlicht,
erneut spottbillig, einfach, schlicht. Nachdem auch diese kam abhanden und viele nach ihr noch verschwanden ( trotz aller Sorgfalt, die vergebens ), da hatte er im Lauf des Lebens
klammheimlich und so ganz im Stillen, verschlampt fast hundert Billigbrillen. Der Mensch, es war schon sehr verstrickt, hat niemals richtig durchgeblickt…
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Bananen
Ein Mensch, der einst im fernen Sachsen ist groß geworden, aufgewachsen, ( als die Nation noch zweigeteilt,
was zwischenzeitlich ist verheilt ), der hätte gern bei den Schikanen gelabt sich einmal an Bananen, die allesamt, da sie erlesen, dort vierzig Jahre fremd gewesen.
Die Mauer fiel, es kam die Wende, Bananen gab es ohne Ende, so dass der Mensch im Übermaß an diesen sich schlicht überfraß. Jetzt kann der Mensch, man mag verstehen,
Bananen plötzlich nicht mehr sehen. Wie gerne würde er stattdessen jetzt wieder mal Soljanka essen…
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Die Pilgerreise
Ein Mensch, der pilgernd, Gott zum Gruß, geht einen Pilgerweg zu Fuß, um von der Schuld, der seinigen,
samt Sünden sich zu reinigen, stellt fest sehr rasch an seinen Füßen, dass schmerzhaft ist das Sündenbüßen. Als unser Mensch mit andern Frommen am Ziel der Reise angekommen,
wo zwar sein Geist ward runderneuert, jedoch die Füße wundgescheuert, da ist der Mensch jetzt sicher sich, dass er der Buße sicherlich, wohl auf dem Weg in seinem Wahn
hat pilgernd viel zu viel getan. Der Mensch, was ich noch gern verkünde, eilt guthabend jetzt eine Sünde zur Nachbarin, der süßen, frechen, die Ehe spitzbübisch zu brechen…
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Heidenspaß
Ein Mensch, der sich im Freudenhaus vergnügte einst in Saus und Braus und der, so wurde es publik,
galt als gestrenger Katholik, gestand, als er im Beichtstuhl saß: „Oh Herr, es war ein Heidenspaß !“ Der Mensch, sich Freude zu bereiten, labt weiter sich am Spaß der Heiden,
was wohl beweist, dass auch Buddhisten, Muslime, Hindus, Juden, Christen und alle die, die sich gefunden, ob religiös, ob ungebunden, den Heidenspaß in Zügen, vollen,
genießen und nicht missen wollen, was keineswegs am Ende letztlich ist paradox und gegensätzlich…
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Der Bretterzaun
Ein Mensch, vor einem Zaun aus Brettern, der viel zu hoch, ihn zu erklettern, sucht hierauf sich im Bretterzaun
ein Astloch, um hindurch zu schau`n. Nachdem der Mensch nach ein, zwei Runden im Bretterzaun ein Loch gefunden, mit welchem er nach seinem Willen vermag die Neugier jetzt zu stillen,
da stellt er fest, der Astlochfinder, dass alles, was am Zaun dahinter, was abgetrennt streng als Ressort, ist nicht viel anders als davor und dass, was hier die Welt verschandelt,
ein „Nichts“ nur ist, das zaunummantelt…
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Glücksstunden
Ein Mensch, der gerne mal allein, weiß, dass zum wahren Glücklichsein gehören auch die knappen Stunden,
in denen kurz sein Weib entschwunden, weil er dann heimlich, leise, still, das machen kann, was er grad will…
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weitere neue Verse unter “BESINNLICHES 2”
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